- Training und Kultur als obligatorische Bestandteile des Trainingslagers
Es war bereits das elfte Mal seit 2007, dass die erste Mannschaft der SSF Singen und die SSF-Nachwuchs-Wettkampfmannschaft unter Leistung von Trainer Norbert Mayer ihr traditionelles Osterferien-Trainingslager im westungarischen Szombathely absolvierte. Die zwischen der österreichischen Grenze und dem Plattensee gelegene Stadt mit ihrer 50-m-Schwimmhalle bietet den erfolgreichen Wettkampfsportlern der Schwimm-Sport-Freunde Singen in der Vorbereitung auf die großen, überregionalen Langbahn-Meisterschaften von April bis Juli jeden Jahres nicht nur optimale Trainingsbedingungen auf der 50-m-Bahn, sondern mit einem familiär geführten kleinen Hotel und einem auf Sportlerbedürfnisse eingestellten kleinen Restaurant im unmittelbaren Umfeld der Schwimmhalle in einer Parklandschaft ein auch räumlich kompaktes Angebot zu einem erschwinglichen Preis. Neben dem umfangreichen Training mit bis zu 120 Trainingskilometern in den zwölf Trainingstagen, einem eingeschobenen Qualifikationswettkampf, Massagen und einem Wellness-Ausflug beschäftigten sich die SSF-Schwimmer wie jedes Jahr auch wieder mit der Geschichte Ungarns: Der „Kultur-Ausflug“ führte sie in diesem Jahr Richtung Balaton zur 70 km entfernten Burg Sümeg, die – im 13.Jahrhundert erbaut – ihre wichtigste Rolle 1552 erlangte, als nach dem Einmarsch der Osmanen in der Region und dem ersten Landgewinn der Türken Burg Sümeg zum Bischofssitz wurde. Während die Türken die Burg trotz mehrerer Versuche nie einnehmen konnten, wurde sie schließlich 1713 von österreichischen Truppen niedergebrannt. Erst ab 1989 wurde die Burg durch private Investoren wieder vollständig restauriert. Solche Begegnungen mit der Kultur eines Landes gehören seit Jahren für SSF-Trainer Norbert Mayer bei Trainingslagern zum Standard und waren über viele Jahrzehnte hinweg zuerst in der Schweiz und in den neuen Bundesländern, danach in Tschechien und nun in Ungarn fester Bestandteil des Rahmenprogramms aller SSF-Trainingslager seit 1976.
Die drei Goldmedaillen für die SSF Singen erschwammen Kim Koch (Jahrgang 2007) über 50 m Brust in 0:45,45 und 100 m Lagen in 1:29,37 Minuten, sowie Paul Wilsberg (2006) über 50 m Schmetterling in 36,49 Sekunden. Silbermedaillen erkämpften sich Dominik Osann (2004) über 50 m Rücken und 100 m Lagen, Lisa Gigl (1998) über 50 m Freistil, Irina Oklmann (2000) über 50 m Brust und Paul Wilsberg über 50 m Rücken. Die neun Bronzemedaillen sicherten sich Irina Oklmann (je 50 m Freistil, Rücken und Schmetterling, 100 m Lagen), Dominik Osann (je 50 m Brust, Schmetterling), Erika Wochner (2004, 50 m Schmetterling), Nils Weber (2006, 50 m Rücken) und Paul Wilsberg (100 m Lagen). Außer den Medaillengewinnern konnten sich Laurenz Busam (2003, 5x), Ciro Scigliano (1999, 3x) Alessia Speranza (2006, 2x), Levin Rau (2006, 1x) und Laura Koch (2003, 1x) in den Urkundenrängen (Rang 4-6) platzieren. Die 43 persönlichen Bestzeiten erzielten Levin Rau, Nils Weber, Paul Wilsberg (je 5), Alessia Speranza, Erika Wochner, Kim Koch (je 4), Laurenz Busam, Irina Oklmann, Paulina Kampka (je 3), Dominik Osann, Anna Gigl, Laura Koch (je 2) und Ciro Scigliano (1). Damit erschwamm das SSF-Team eine über 60prozentige Bestzeitenquote. Die größten Leistungssprünge mit einer über 10prozentigen Steigerung verzeichneten Erika Wochner (50 m Brust, 50 m Rücken), Laurenz Busam (50 m Brust), Dominik Osann (50 m Freistil), Levin Rau (50 m Schmetterling) und Paul Wilsberg (50 m Brust).




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